Wie erkennt man die ersten Symptome?
Häufig sind die Symptome auch die Folge von zuviel Stress. Auch andere Erkrankungen, z.B. Depressionen,
können vorübergehend ähnliche Beschwerden verursachen. Scheuen Sie sich aber nicht, einen Arztbesuch
in Erwägung zu ziehen.Stellen Sie sich einfach folgende 5 Fragen, und seien Sie mit der Beantwortung bitte
ehrlich zu sich selbst.
- Haben Sie den Eindruck, dass Ihre Leistungsfähigkeit - insbesondere das Gedächtnis
und die Konzentrationsfähigkeit - in den letzten Wochen und Monaten deutlich abgenommen hat?
JA /NEIN
- Haben Sie größere Schwierigkeiten, den Sinn längerer Texte oder Fernsehendungen
zu erfassen? Müssen Sie beispielsweise einzelne Buchstaben häufiger lesen?
JA /NEIN
- Vergessen Sie häufiger als früher wichtige Verabredungen, finden Sie regelmäßig
Rechnungen, Schriftstücke oder Gegenstände nicht wieder?
JA /NEIN
- Macht es Ihnen mehr Mühe als früher, den Alltag zu meistern? Fällt
Ihnen beispielsweise das Einkaufen schwer, oder haben Sie neuerdings Probleme, aufwendige Gerichte zuzubereiten,
weil Ihnen die Zutaten nicht mehr einfallen?
JA /NEIN
- Bemerken Sie an sich, dass Sie das Interesse an Tätigkeiten verlieren,die Ihnen
früher Spaß gemacht haben? Wie ins Kino zu gehen oder Freunde einzuladen ? Möchten Sie sich
am liebsten zuhause "verkriechen"?
JA /NEIN
WICHTIG
Geraten Sie nicht in Panik, auch wenn Sie sich eine- oder mehrere Ja-Antworten zugestehen müssen.
Es gibt wirklich keinen Grund dazu. Oft sind solche Probleme harmlos und durch eine Veränderung der Lebensführung
zu beheben.
Wie kann ein Arzt die Krankheit diagnostizieren?
Hinweise liefern spezielle Tests, die neben der Gedächtnisleistung auch die Konzentrationsfähigkeit
und andere Leistungsbereiche messen. Eine gründliche körperliche Untersuchung ist ebenso wichtig wie
einige Laborchecks und eine Röntgen- (CT) oder Kernspinaufnahme (MR) des Gehirns. Auf dieser Basis beträgt
die Zuverlässigkeit der Diagnose 80-90 %.
Wie schreitet die Erkrankung voran?
Die Alzheimer-Krankheit verläuft kontinuierlich. Es gibt also keine Schübe, die den Fortschritt stark
beschleunigen oder abbremsen. Dennoch spielt die Umgebung eine Rolle. Belastende Ereignisse oder Situationen können
die Schwierigkeiten der Betroffenen deutlich sichtbar werden lassen, geeignete Hilfestellungen hingegen die Integration
in den Alltag fördern.
Die Alzheimer-Krankheit wird in 3 Stadien unterteilt, die nacheinander durchlaufen werden
und fließend ineinander übergehen. In der Regel dauert es Jahre, bis das letzte Stadium und damit der
körperliche Verfall erreicht wird.
Als Anhaltspunkt gilt: Eine Alzheimer-Krankheit, die gegenwärtig langsam
voranschreitet, wird dies auch in der Zukunft tun.
Welche Medikamente gibt es?
Es gibt Präparate, die in der Lage sind, die geistige Leistungsfähigkeit zu steigern, die Erkrankung
für eine gewisse Zeit aufzuhalten und den Verlauf zu bremsen.
Es gibt auch Medikamente, die die Bildung des
Acetycholins in den Nervenzellen anregen.
Und es gibt Präparate, die Begleitbeschwerden wie Depressionen, Angst
oder Unruhe abmildern.